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Trio Fantasticus
04.04.2020 20:00 Amthof

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Hörprobe


Otto Lechner - Bratko Bibič - Paul Schuberth
(Österreich - Slowenien)

Trio Fantasticus ist eine ad (sc)hoc(k)-Formation dreier Akkordeonisten, die aus zwei verschiedenen Ländern und drei Generationen stammen. Dass die drei Musiker dabei eine Unzahl an musikalischen Ausdrucksweisen mitbringen, ist die unausweichliche Folge.
Sie arbeiten regelmäßig in allen denkbaren Kombinationen zusammen, wie etwa beim Projekt Accordion Tribe (Bibič, Lechner 1996-2010), im Trio akk:zent (Lechner, Schuberth 2013 + Bibič 2017), oder mit den Dedley Woodleybears (Schuberth, Bibič seit 2015), außerdem spielen und komponieren sie für Otto Lechners Akkordeonorchester Die Wiener Ziehharmoniker.

Unabhängig voneinander verfolgen sie jeweils ihren eigenen Weg mit durchdachten, gefühlvollen und erfinderischen Projekten; zusätzlich zur Zusammenarbeit mit verschiedensten Künstlern und Ensembles – alles streng im Spektrum von tief und hoch, einfach und komplex, berühmt und anonym, straight und queer. Bibič, Lechner und Schuberth vereinigen ihre Kräfte und Herzen im Trio Fantasticus, um nach mühevollem Ver- und Entwickeln der kompositorischen, wie improvisatorischen Tugenden und Verlockungen zu einem anspruchsvollen composer-performer Programm zu gelangen. Und um, neben dem ganzen Kopf- und Fingerzerbrechen über die gegenwärtige sozio-musiko-politische Lage, auch ein klein wenig, wenn nicht sogar einen Haufen Spaß zu haben – der mit dem Publikum solidarisch geteilt werden soll.

Die klingende Dreifaltigkeit der Ein-Mann-Orchester ist der greifbare Beweis, dass zeitgenössische Akkordeonmusik den engen Rahmen sämtlicher sozio-musikalischer Festschreibungen immer weiter ausdehnt, obwohl immer noch versucht wird, deren vieldeutige und widersprüchliche Kraft zu beschränken. Das Akkordeon, wie Otto Lechner sagen würde, ist weit herumgekommen und atmet den Duft der großen Welt.

Bratko Bibič (geb. 1957 in Ljubljana), der Balg-Beißer, Zwiderwurz, Zertrümmerer oder Ober-Madley, wie ihn die Musikkritik gerne nennt, gehört seit den 1970ern zu den Pionieren der Befreiung des Akkordeons aus dem Korsett musikalischer Stereotype. Im offenen Raum zwischen Weltmusik, Minimalismus, Improvisation und Avantgarde tut er dies mit ausgeprägtem Wohlklang, jähen Disharmonien und abenteuerlichen rhythmischen Umbrüchen, die aus der für ihn typischen filmischen Narration hervorgehen. Seine Musik hegt und entwickelt Bibič von jeher mit den Formationen Begnagrad (SLO, 1976-1983), Nimal (SLO, CH, USA, 1987-1991), Accordion Tribe (SLO, SF, S, A, USA, 1995-2010), The Madleys (SLO, 1995-2015) und Otto Lechner & Die Wiener Ziehharmoniker (A, SLO, 2009 bis heute). Sowohl mit all diesen Gruppen als auch solo, in Duos oder mit Ad-hoc-Projekten gab er in Westeuropa, den USA, Kanada und Indien Konzerte in den verschiedensten Locations, vom Underground bis hin zu angesehenen Festival- und Kulturinstitutionen (Knitting Factory, New York City Town Hall, Chicago Symphony Orchestra Center, WDR Großer Sendesaal Köln, Wiener Konzerthaus...).

Otto Lechner (geb. 1964 in NÖ), seit Jahrzehnten blind im Dienste der Musik, ist ein österreichischer Musiker, der bevorzugt auf dem Akkordeon, am Klavier und an der Orgel spielt, komponiert und improvisiert. Seinem Pioniergeist ist es zu verdanken, dass sich heute immer mehr Spieler trauen, Klänge aus dem Akkordeon hervorzuzaubern, die eigentlich gar nicht in diesem Instrument stecken. Otto Lechners Einsatzort ist das Spannungsfeld zwischen Jazz und Worldmusic, Literatur und Schauspiel. Und im Wiener Augustin heißt es: Nun, es ist wahr, kein Akkordeonist versteht es wie er, Melodielinien zu brechen, abzuhacken, in ihre Grundbestandteile zu zerlegen, - doch, Hohes Gericht - so die Verteidigung - die angeblichen Opfer hätten gekudert, gekichert und gegluckst dabei, Lechner hätte sie so lange geneckt, bis sie lustvoll an ihre Grenzen gestoßen und als neue selbstbewusstere Wesen wiedererstanden seien. Die Anklage wird fallen gelassen, Lechner von seinen Opfern auf den Schultern aus dem Gerichtssaal getragen.

Paul Schuberth (geb. 1994 in Steyr) ist einer der vielen offenen, interessierten Akkordeonspieler/innen der jungen Generation. Seit beinahe zehn Jahren macht der oberösterreichische Musiker die Bühnen dieser Welt unsicher. Mit seiner eigentümlichen Mischung aus sogenannter klassischer Musik, Jazz und experimentellen Klängen erfreut er als Solokünstler, aber auch als Kollege von KünstlerInnen wie Otto Lechner, Paul Gulda, André Heller, Jelena Popržan, Bratko Bibič, Publikum wie Kritiker und Kritikerinnen. Unlängst erschien seine dritte Solo-CD dark side of sun, über die es in der Presse hieß: Es ist Improvisation auf höchstem Niveau, jeder Takt nimmt mehrere Wendungen – Schuberth gönnt sich keine Sekunde Ruhe. Er fordert nicht vorsätzlich, er kann einfach nicht anders (...) – Schuberth ist genial.
Musik bedeutet für Paul Schuberth heitere Anstrengung und ernstes Vergnügen, deswegen schmuggelt er neben Eigenkompositionen und Originalwerken anderer Akkordeonisten auch immer wieder politische Songs ins Programm.




Kartenpreise in Euro: Abendkassa 24 | Jugend/Ermäßigung 14 | Vorverkauf/Mitglieder 22 | Jugend 12 | Familie 44 | Schüler 4 | Reservierung 0676 7192250 | Touristikbüro Feldkirchen Tel 04276 2176 oder Reservierungsformular | Ermäßigung mit Plus Club Joker!

Das Konzert wird unterstützt von der Sparkasse Feldkirchen!





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