Pfingstfestival alte musik - alte musik feldkirchen

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> 30. Mai - 1. Juni 2020 <

Der Arkadenhof des Amthofs bildet das ideale Ambiente zum hautnahen Erleben der packenden oder berührenden Neuinter­pretation Alter Musik. Die Klangfarben der Originalinstrumente und die Freude und Begeisterung der Musiker machen die Konzertabende zu unvergesslichen Inspirationen.
  Samstag 30. Mai 2020  
20.00 Uhr
Amthof Feldkirchen
Hathor Consort & Dorothee Mields
Frankreich, Deutschland, Niederlande, England
Hathor Consort & Dorothee Mields
Hertzenstrost wider den Sorgenteuffel - Heinrich Alberts Kürbishütte in Königsberg
mit Freundschaft, Musik und Poesie gegen die Grauen des Dreissigjährigen Krieges

Der Königsberg, Hauptstadt Preussens, war während des 30-jährigen Krieges aufgrund seiner
geografischen Lage ein Ausnahmeort des Friedens. Viele Menschen, unter anderem auch
Künstler und Musiker, flüchteten vor den Gefahren des Krieges und der Pest dorthin. Heinrich
Albert, Neffe und Schüler von Schütz sowie dem Thomaskantor Schein, wurde dort 1630 zum Hof- und
Domorganisten ernannt. In seinem Gartenhaus, eine von Kürbipsflanzen überrannte
Gartenlaube, - deshalb auch „Kürbishütte“ genannt - traf sich ab 1636 die Gesellschaft der
Sterblichkeit Beflissenerer, auch Königsberger Dichterkreis genannt, mit dem Dichter Simon Dach
als treibende Kraft und Mittelpunkt. Der Kreis von zehn bis zwölf Freunden, zu dem auch
Hofkapellmeister Johann Stobäus und Heinrich Albert gehörten, traf sich dort regelmässig und
hielt Studisorien ab, um sich über Poesie und Musik auszutauschen. Die Mitglieder verfassten
Kirchen - und Gesellschaftslieder sowie meist religiöse geprägte Gelgenheitsdichtung. An seiner
Laue züchtete Albert Kürbisse, in deren Schale die Freunde ihre Namen sowie auch Gedichte
ritzten. Diese Kürbisse wurden auch Symbol der durch den Krieg ständig präsenten
Vergänglichkeit des Lebens.

Das Hathor Consort - benannt nach Hathor, einer Muttergottheit des Alten Ägypten – wurde 2012 von Romina
Lischka gegründet. Unter ihrer künstlerischen Leitung widmet sich das Consort der Musik der Renaissance und des
Barock, in deren Zentrum ein Streicherensemble aus Gamben steht. Zugleich sucht es nach neuen
Ausdrucksmöglichkeiten, in denen dieses raffinierte Kammermusikrepertoire europäischer Herkunft mit Alter Musik
anderer Kontinente sowie zeitgenössischer Musik, Weltmusik und Tanz in multidisziplinären und inter-kulturellen
Konzertformen verbunden wird.

Dorothee Mields ist eine der führenden Interpretinnen für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und wird von Publikum und Presse besonders für ihr einzigartiges Timbre und ihre berührenden Interpretationen geliebt.
In der Spielzeit 2019/20 wirkt Dorothee Mields bei mehreren Tourneen des Collegium Vocale Gent mit, das 2020 sein 50-jähriges Bestehen feiert. Außerdem konzertiert sie mit Early Music Vancouver, mit dem Boston Early Music Festival Orchestra und Ensemble beim Musikfest Bremen, und mit der Bachakademie Stuttgart bei den Thüringer Bachwochen und beim Bachfest Leipzig. Mit dem Hathor Consort gastiert sie u. a. bei den Tagen Alter Musik in Herne und in Regensburg, dem Pfingstfestival Alter Musik in Feldkirchen und mit der Lautten Compagney Berlin im Wiener Musikverein.



PROGRAMM
I. Krieg
Samuel Scheidt (1587 - 1654) - Ludi musici
Galliarda battaglia
Heinrich Schütz (1585-1672) - Symphoniae Sacrae
Es steh Gott auf SWV 356
Samuel Scheidt (1587 - 1654) - Ludi musici
Paduan dolorosa
Johann Hildebrand (1614-1684)    Kriegs-Angst Seufftzer 1645  
Der V. Kriegs-Angst-Seufftzer
Samuel Scheidt (1587 - 1654) - Ludi musici
Coranto dolorosa

II. Sehnsucht nach Friede im Angesicht der Vergänglichkeit
Heinrich Alberts Kürbisgarten auf der Pregelinsel
Heinrich Albert (1604 - 1651)  -  Musicalische Kürbs=Hütte 1636
Johann Bach (1604-1673)
Unser Leben ist ein Schatten

III. Zeitweiliger Friedensbeschluss
Heinrich Schütz (1585-1672)
Siehe wie fein und lieblich ist’s…dass Brüder einträchtig beieinander wohnen  SWV48/Teil I
Heinrich Albert: Vorjahreslied: Jetzund liebet
Andreas  Hammerschmidt (1611-1675):  Suite a 5 in d: II. Gagliard
Heinrich Albert: Aria Polonica Auf und springet
Andreas Hammerschmidt: Suite a 5 in d: IV. Sarabande
Heinrich Albert: Hochzeitslied In seiner Liebsten Armen entschlafen
Andreas Hammerschmidt: Suite a 5 in C: V. Ballet accelerando
Johann Nauwach (1575-1630): Jetzund kömpt die Nacht herbey

IV. Angst, Not, Tod, Verheerung:  Kriegsfolgen
Heinrich Albert: Ich steh in Angst und Pein instrumental
Heinrich Albert: das Leid ist hier
Johann Hermann Schein (1586-1630): Ruh-Begräbniss der kleinen Kinderlein

V. Das Frieden wünschende Teütschland
Samuel Scheidt - Canzon cornetto
Heinrich Schütz SWV 354 Verleih uns Frieden
Samuel Scheidt - Canzon ad imitatione bergamasca angelica
Heinrich Albert: Lobet Gott
Johann Rist (1607-1667) Das friedewünschendeTeütschland1648
Jauchzendes Friedensbeschlusslied

VI. Beschluss
Johann Hermann Schein  - Israelisbrünnlein 1623
Lehre uns bedenken

Besetzung
Romina Lischka - Diskantgambe & künstlerische Leitung  |  Sophie Gent - Geige |  Lambert Colson - Zink |  Liam Fennelly - Altgambe |  Elizabeth Rumsey - Altgambe |  Thomas Baeté - Tenorgambe |  Irene Klein - Bassgambe |  Giovanna Pessi - Harfe |  Bart Jacobs - Orgel | Dorothee Mields - Sopran


  Sonntag 31. Mai 2020  
20.00 Uhr
Amthof Feldkirchen
Sferraina
Österreich / Israel
Sferraina
Barock aus Jemen

In Sferraina’s neuem Programm Barock aus Jemen wird Shalom Shabazi, dem jemenitschen Shakespear, besonderes Augenmerk geschenkt. Der von 1619-1720 lebende Poet liefert die textliche Grundlage; die Melodien sind meist
mündlich überliefert. Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem wurde als Ausdruck der Trauer auf die Verwendung von Musikinstrumenten verzichtet. So wurde zu den Monodien auf Alltagsgegenständen wie zum Beispiel Ton- oder Kupferkrügen getrommelt. Stimme und Rhythmus. Mit Barock aus Jemen widmet sich das Ensemble Sferraina frühbarocken Singer/Songwritern aus Italien und Yemen: Benedetto Ferrari, Tarquinio Merula, Giovanni Girolamo Kapsperger und Shalom Shabazi - ein Brückenschlag!

Das Ensemble Sferraina besteht seit 2012 und hat sich ganz dem Ziel verschrieben, Alte Musik zeitgenössisch aufzuführen und mit einem modernen Horizont zu kontrastieren.
Sferraina eröffnet in seiner Performance einen entrückenden Klangraum zwischen vergangenen Epochen und Jetzt-­Zeit. Das Spannungsfeld der Darbietung Alter Musik in einem modernen Rahmen wird mit jedem Stück neu aufgespannt, die Frage nach Genuinität immer wieder neu gestellt:
Was bedeutet es, Alte Musik zu spielen? Kann diese originalgetreu dargebracht werden, und was heißt das überhaupt? Macht es Sinn, von „richtigen“ und „falschen“ Interpretationen zu sprechen?
 Und wie muss Alte Musik vorgetragen werden, um in unserer heutigen Zeit nicht an Aktualität zu verlieren?
 Sferraina versucht diese Fragen mit ganz außergewöhnlich feinsinniger, irritierender und berauschender Musik zu beantworten.

Besetzung
Tehila Nini Goldstein   |   Tobias Steinberger   |   David Bergmüller


  Montag 1. Juni 2020  
20.00 Uhr
Amthof Feldkirchen
The Baltimore Consort
USA
The Baltimore Consort
Adew Dundee - Early Music of Scotland

Das Baltimore Consort wurde 1980 gegründet, um die Instrumentalmusik der Zeit Shakespeares aufzuführen, und hat sich mit der frühen englischen, schottischen und französischen Populärmusik befasst, wobei der Schwerpunkt auf der Beziehung zwischen Volks- und Kunstlied und -tanz lag. Ihr Interesse an alter Musik englischen/schottischen Ursprungs hat sie auch dazu veranlasst, sich in den reichen Fundus traditioneller Musik zu vertiefen, der in Nordamerika erhalten geblieben ist. Aufnahmen bei dem Dorian-Label haben ihnen die Anerkennung als Top-Klassik-Crossover-Künstler des Jahres (Billboard) eingebracht, ebenso wie begeisterte Kritiken an anderen Orten. Neben ihren Tourneen in den USA und im Ausland treten sie häufig in Radiosendungen wie St. Paul Sunday, Performance Today und OnStage der CBC auf.

PROGRAMM
The gowans are gay   -   John Forbes Songs and Fancies  1662
Adew Dundee   -   Skene MS c. 1630-33
Remember me my deir   -   Anon. Robert Edwards’ Commonplace-Book 1630-65
Maggae Hamfor   -   The Rowallan Lute Book c. 1620
Katherines Bairdie   -   The Rowallan Lute Book
Ane ground   -   Anon. Duncan Burnett’s Music Book 1610
Adeu O desie of delyt   -   Andro Blackhall 1535-1609 text, Alexander Montgomery
Kathren Oggie   -   Anon. fiddle variations, Panmure MS c. 1680
Jockey’s lamentation   -   Anon. Pills to Purge Melancholy 1719
Crossing to Ireland (An t-aiseadh dh’ Eireann)   -   traditional, Cape Breton, Nova Scotia
In a garden so green   -   Forbes’ Songs and Fancies  1662
The Scotch cuckold   -   Anon. Pills to Purge Melancholy 1719
Green grows the rashes   -   Anon. Balcarres Lute Book 1692-94
PAUSE
Doun in yon bank   -   Anon. Skene MS
Our Father God Celestial (The Lord’s Prayer)   -   (music) Pierre Cadéac 1538
My Lord of March pavin   -   James Lauder 1584
O lustie May   -   Anon. Thomas Wode’s Partbooks
Come my children dere   -   Anon. Margaret Ker’s MS, c.1600?
On the banks of Helicon   -   Andro Blackhall
Whip my toudie   -   Anon. Straloch Lute Book c. 1627-29
Remember me at evening   -   Anon. Skene MS
A Scot's tune   -   Anon. Skene MS

Besetzung
Mary Anne Ballard - Bratsche, Rebec   |   Mark Cudek - Cittern, Bassgambe   |   Sarah Pillow - Sopran   |   Larry Lipkis - Bassgambe, Sopran Blockflöte   |   Ronn McFarlane - Laute   |   Mindy Rosenfeld - Flöten, Whistle, Blockflöte


  Preise  

Einzelkonzerte: € 28,-/ erm. € 24,-   Festivalpass: € 80,-/ erm. € 68,-

Ermäßigte Karten:
Studierende, Zivil- und Präsenzdiener, Senioren, Menschen mit Beeinträchtigung, sowie kfa-Mitglieder und Inhaber der Kärnten-Kultur-Card.
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr erhalten Konzertkarten zum Preis von € 10,- .
Sie können Karten auch dirkt über E-Mail reservieren: office@kultur-forum-amthof.at  Kennwort: Alte Musik oder telefonisch unter +43 (0) 676 719 22 50
Bankverbindung: kultur-forum-amthof Volksbank Kärnten IBAN: AT61 4213 0316 0264 0000

Freie Sitzplatzwahl !

Zimmervermittlung: Touristikbüro Feldkirchen Tel. (0) 4276 - 2176
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