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LOYKO aus Russland
06.04.2019 20:00 Amthof

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Das russische Starensemble fusioniert - Gypsy, Flamenco, Klassik und Jazz!

Was haben so unterschiedliche Musiker wie der altehrwürdige Geigen-Zar Yehudi Menuhin und Rolling Stones Gitarrist Ronnie Wood und der österreichische Meister-Illusionist André Heller gemein? Sie alle haben schon einmal mit Loyko, dem russischen Gypsy-Starensemble, das in seiner gegenwärtigen Aufstellung als Trio sein Publikum mit zwei Violinen, einer Gitarre und großartigem Gesang begeistert, zusammengearbeitet.

Die Gruppe rund um Mastermind, Geiger Sergey Erdenko, gründet auf der russischen Tradition der Roma-Musik und deckt ein weites emotionales Spektrum ab - von sehnsüchtiger Melancholie und Sentimentalität bis hin zu feurigstem Virtuosentum. Die drei stilistisch vielfältig ausgebildeten Musiker, erkunden den großen Schatz der Zigeunermusik und beleuchten ihn immer wieder neu, indem sie Elemente aus Flamenco, Klassik und Jazz integrieren und sich von den unterschiedlichsten Spielarten der Weltmusik inspirieren lassen. Perfekt inszeniert und arrangiert, glaubt man zuweilen ein gesamtes Orchester vor sich zu haben. Von dieser einzigartigen Mélange geht ein Zauber aus, dem viele namhafte Künstler und Musiker-Kollegen erliegen – vom stets begeisterten Publikum ganz zu schweigen.

Sergey Erdenko - Violine
Artur Gorbenko - Violine
Michael Savichev - Gitarre

Sergey Erdenko wurde 1958 in Chabarowsk, im östlichen Sibirien geboren. Mit fünf Jahren erhielt er seinen ersten Geigenunterricht beim Großvater, der Dekan an der dortigen Musikhochschule war. Mit neun Jahren zog er an die Wolga: in Samara besuchte er sowohl die Musikschule als auch das College. Er begann, sich für das Theater zu begeistern, und zusammen mit seiner Zwillingsschwester gründete er eine erste Musikgruppe. Nach seinem Abschluss spielte er für ein Jahr im Symphonieorchester von Samara. Dann ging er nach Moskau, um an der Theaterakademie zu studieren, wo er auch Mitglied des Zigeunertheaters Romen wurde. Nachdem Sergey Erdenko die Theaterakademie abgeschlossen hatte, spielte er als Musiker und Schauspieler bei Mark Razovskys Schauspiel Company. 1990 gründete er Loyko, ursprünglich als Duett mit lgor Staroselzev.

Der Weg von Sergey Erdenko ist exemplarisch. Seine Familie, ein über 300 Jahre alter Roma-Stamm mit starker musikalischer Tradition, wurde von Stalin in das südöstliche Sibirien umgesiedelt. Hier wuchs Sergey auf, bevor die Familie nach Samara und schließlich nach Moskau zog. Als sich der Eiserne Vorhang hob, konnte man reisen: die Welt stand offen. Trotz enger Verbindung zur Geige zog es ihn zunächst zum Theater. Doch bald empfand er die Festlegung auf Rezitationen als zu eng. Mit der Violine jedoch konnte er ausdrücken, was Worte nicht vermochten. Es verschlug ihn nach London, wo er in einem Club spielte. Hier erlebte er zum ersten Mal, wie gebannt das Publikum seinem Spiel lauschte. Die Menschen, die zum Essen und Trinken und geselligem Beieinander gekommen waren, vergaßen auf einmal alles um sich herum, das Essen wurde kalt, während die Musik glühte. Dann kam das Publikum nur noch wegen der Musik, die Aufführung war nun die Hauptsache. Die Stars von Pink Floyd hörten zu, Duran Duran und die Rolling Stones. Hier beschloss Sergey Erdenko, sich fortan ganz seiner Idee zu widmen, die er als musikalisches Theater bezeichnet. Das Wichtigste an seiner Musik sind ihm die Kontraste, er möchte sein Publikum zum Lachen und Weinen bringen - und zwar beides zur gleichen Zeit.

Die Gruppe Loyko war in der ersten Version ein musikalisches Laboratorium, benannt nach dem legendären Roma-Geiger Loyko Zobar. Aus dem Clubact wurde eine begehrte Tourband. Von London aus unternahmen sie auch Konzertreisen nach Irland. Schließlich blieb Sergey Erdenko mit seinem Bruder dort für zehn Jahre. Beide fühlten eine große Gemeinsamkeit zwischen den lren und ihrem Volk, denn in Irland waren die Leute offener und kommunikativer und es gab eine sehr starke musikalische Tradition. Für die lren war der Gypsy-Sound von Loyko völlig neu und sie saugten ihn förmlich in sich auf. Die russischen Musiker übernahmen ihrerseits einige keltische Motive und fügten so ihrer Roma-Musik - einmal mehr - eine neue Klangfarbe hinzu. Der Ruf von Loyko verbreitete sich schließlich in ganz Europa und Amerika. Sie wurden zu den größten Festivals eingeladen und erhielten Einladungen von so prominenten Kollegen wie dem indischen Sitar-Star Ravi Shankat den Meister-Gei gern Yehudi Menuhin und Gidon Kremer, dem Rolling Stones-Gitarristen Ronnie Wood, dem österreichischen Meister-Illusionisten André Heller und Django Reinhardts altem Weggefährten Stephane Grapelli.

Aber schließlich zog es Sergey Erdenko doch wieder zurück in die Heimat. Er lebt heute in Sankt Petersburg, einer Stadt die traditionell für die Anbindung Russlands an Europa steht. Auch wenn sich die Musik von Loyko im Laufe der Zeit wandelte und eine starke Eigendynamik entwickelte, Grundlage ist stets die eigene Tradition geblieben, die russische Roma-Musik. Die Sinti und Roma haben immer noch einen langen Weg vor sich, wenn es um eine vollwertige gesellschaftliche Anerkennung geht. Aber gerade in den jüngeren Generationen werden die Vorurteile und Vorbehalte beständig weniger. Einen wichtigen Beitrag leistet dazu die Musik, denn zumindest in der Welt der Musik sind die Sinti und Roma heutzutage ein fester und geachteter Bestandteil.

Artur Gorbenko, Jahrgang 1972, stammt aus St. Petersburg, damals Leningrad. Er macht Musik, seit er sechs Jahre alt ist. Nachdem er das St. Petersburger Staatskonservatorium abgeschlossen hatte, arbeitete Artur Gorbenko sehr erfolgreich als Komponist von Theater- und Filmmusik. Als Geiger, Bratschist und Pianist war er Mitglied in mehreren, international erfolgreichen Folk- und Jazzprojekten. Außer klassischer und Jazzmusik widmet er sich auch der improvisierten Gypsy-Musik. Seit Anfang 2011 ist er Mitglied des Trio Loyko.

Michael Savichev wurde im März 1971 geboren. Nach dem Schulabschluss studierte er klassische Gitarre am Konservatorium von Novosibirsk bei Prof. Kuzin. Gleichzeitig gründete er eine Fusion-Jazzband mit dem Namen, UC (Süden) und experimentierte mit unterschiedlichen Musikstilen. lm Jahr 2000 traf er auf die spanische Gypsy-Flamencoband von Thomas de Madrid, die auf ihrer Tournee auch nach Sibirien kam. Die spanischen Musiker hörten seine Musik und luden ihn in ihre Heimat ein. ln Sevilla und Cordoba studierte Michael den Flamenco in seiner originalen Form. Er spielte mit den besten Gypsy-Musikern Spaniens und schuf eine eigene Mischung aus den Zigeunertraditionen Russlands und Spaniens. Die Einladung von Sergey Erdenko zum Trio Loyko wurde für den Ausnahmegitarristen zum Ausgangspunkt für neue Entdeckungen.



Kartenpreise in Euro: Abendkassa 24 | Jugend/Ermäßigung 14 | Vorverkauf/Mitglieder 22 Jugend 12 | Familie 44 | Schüler 4 | Reservierung 0676 7192250 | Touristikbüro Feldkirchen Tel 04276 2176 oder Reservierungsformular | Ermäßigung mit Plus Club Joker!

Das Konzert wird unterstützt von der Sparkasse Feldkirchen!




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