Peggy Forma & Marina Horak
13.11.2010 20:00 Amthof
Marina Horak
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Clara und Robert – die ewige Sehnsucht
zum 200. Geburtstag von Robert Schuhmann
Das faszinierendste Merkmal in Robert Schumanns Leben und Schaffen ist wohl der Zwiespalt seines Charakters, welches den traurigen Höhepunkt in der geistigen Umnachtung und in dem tragischen Ende des Künstlers erreichte.
Auch auf der Suche nach seinem Lebensziel ist er zwischen Extremen (Rechtswissenschaft und Kunst) und zwischen Parallelen (Literatur und Musik) hin und her gerissen gewesen.
Sein gesamtes musikalisches Schaffen bleibt von der Dichtkunst beeinflusst und er findet oft Inspsiration für seine Werke bei Jean-Paul und E.T.A. Hoffmann.
So entstammt auch der Titel Kreisleriana der gleichnamigen Werk von E.T.A. Hoffmann. Darin aber kommen auch die zwei imaginären Gestalten Schumanns – der kraftvolle Optimist Florestan und der lyrische Träumer Eusebius – als Personifizierungen der inneren Gegensätze von Schumanns Persönlichkeit vor. In den acht Phantasien op. 16 wechselt tiefe Verzweiflung mit unversiegbarer Hoffnung, beide jedoch verschmelzen in sehnsüchtiger Zärtlichkeit dieser Klänge zu einer einzigen Bezeugung der festen und tiefen Liebe zu seiner Clara!
Seine Clara war eine weltberühmte Pianistin und begabte Komponistin. Das Schicksal einer schöpferischen Ehefrau im 19. Jahrhundert spiegelt sich in der Tagebucheintragung Roberts wider:
„Clara hat eine Reihe von kleineren Stücken geschrieben, in der Erfindung so zart und musikreich, wie es ihr früher noch nicht gelungen. Aber Kinder haben und einen immer fantasierenden Mann und komponieren, geht nicht zusammen …“
Doch sind ihre »musikalischen Kinder« – namentlich ihre Lieder, denen von Robert ebenbürtig und manchmal auch zum Verwechseln ähnlich im Geist und Ausdruck (ohne dabei Kopien zu sein).
Roberts »Frauenliebe und -Leben« ist ein Liederzyklus, der tief ergreifend die Gefühle einer Frau von der ersten Verzückung der Verliebtheit bis zur schmerzlichen Trauer um den Tod des Geliebten schildert und im Text wie in der Musik so innig nachempfunden als ob es von einer Frau gedichtet und komponiert wäre.
Marina Horak: Klavier
Peggy Forma: Sopran




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