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Infos zum 15. Pfingsfestival alte.musik.feldkirchen |
21. bis 23. Mai 2010 |
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Von fernen Küsten . . . Seit 1996 findet das älteste Festival für Alte Musik in Kärnten statt. Bisher organisierten wir fast 50 Konzerte mit über 5000 Besuchern. Internationale Künstler aus Italien, England, Belgien, Finnland, Tschechien, Deutschland, Schweiz, USA, Kanada konnten für unser Festival gewonnen werden. Als Höhepunkte wurden unter vielen anderen präsentiert: Ensemble Zefiro, Orlando Consort, New Yorks Ensemble for Early Musik, Piffaro, Il Fondamento, Musica Florea, La Rossignol, Les Cornet Noirs, Marco Beasley, Trinity Baroque, Pino de Vittorio, Volante u. a. m. Mit einem außergewöhnlichen Programm mit aufregenden Neuinterpretationen Alter Musik bringen wir 2010 Altes und Neues von fernen Küsten: Wir präsentieren den sensationellen Auftritt des Ensembles „Anima” aus Brasilien, welches von mittelalterlicher Musik den Bogen zu den Traditionen seiner Heimat spannt, und das „Ensemble Joglaresa” mit Musik aus Spanien, Afrika und dem Mittelmeerraum. – Tanz und Perkussion werden Sie mitreißen! Der Arkadenhof des Amthofs Feldkirchen bildet ein ideales Ambiente hautnahen Erlebens der packenden oder berührenden Musik. Die Klangfarben der Originalinstrumente und die Freude und Begeisterung der Musiker springen auf das Publikum über. Wir freuen uns, dass die Organisation im gesamten Team gemeinsam mit Stefan Schweiger und Susanne Hermann vielfältige Früchte trägt. Wir wünschen Ihnen ein intensives Erleben zwischen Stille und Begeisterung, zwischen Improvisation und Originaltreue und die Begegnung mit Musikern unterschiedlichster Herkunft. Eckart Senitza mit dem Organisationsteam alte.musik.feldkirchen kultur-forum-amthof | ||
| Reservierungen office@kultur-forum-amthof.at Kennwort: Alte Musik oder telefonisch unter ++43 (0) 676 719 22 50
Zimmervermittlung: Touristikbüro Feldkirchen Tel. ++43 (0) 4276 2176 |
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| Programm | ||
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ALTE MUSIK Ensemble Anima (Brasilien) „Donzela Guerreira” - Encontro entre Anima e Animus Die „kriegerische” Jungfrau – ein Treffen zwischen Anima und Animus
Gisela Nogueira: Viola de Arame Luiz Fiaminghi: brasilianische Fideln Marlui Miranda: Gesang, brasilianische Instrumente Marilia Vargas: Sopran Paulo Dias: Perkussion Silvia Ricardino: Troubadourharfe Valeria Bittar: Blockflöten und brasilianische Flöten (Yankwa)
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„Donzela Guerreira” Das Programm „Donzela Guerreira” verweist auf Rituale und Inhalte, die die Erinnerung an matriarchalische Gesellschaftsformen wach halten, welche z. B. bis heute von den Indianerfrauen in der Gegend Xingu praktiziert werden, sowie das Aufbegehren gegen die unterdrückte Rolle der Frauen. „Kriegerische“ Jungfrauen spiegeln sich wider in der mythologischen Figur der Kriegsgöttin Pallas Athene, der französischen Nationalheldin Jeanne d’Arc oder der selbstbewussten Hildegard von Bingen. Mit Idealismus, Elan und Mut zur angemessenen Grenzüberschreitung eignen sie sich ursprünglich Männern vorbehaltene Rollen an. Namentlich überlieferte europäische Kompositionen erklingen u. a. von Alfons X. (El Sabio, 1221-1284), Hildegard von Bingen (1098-1179), Gautier de Coincy (1177-1236) und Martin Codax (13. Jh.). Ensemble Anima Das siebenköpfige Ensemble Anima aus São Paulo, Brasilien, wurde vor 20 Jahren gegründet. Ausgehend von der brasilianischen Rabeca, einer schnarrenden Fiedel, die ihren Ursprung in den ländlichen Regionen Brasiliens hat, erweiterte das Ensemble Anima seine Interpretationen und sein Repertoire dahingehend, dass es dem historischen europäischen Instrumentarium typisch brasilianische, afrikanische und aus dem Vorderen Orient stammende Instrumente und Klangfarben beifügt. Durch die Verbindung mit ländlichen brasilianischen Musiktraditionen erfährt die europäische Musik des Mittelalters und der Renaissance eine attraktive Bereicherung. Die neu entstandenen Arrangements vermitteln somit einen ständigen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Volks- und Kunstmusik, zwischen europäischer, afrobrasilianischer und mündlicher Tradition. |
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ALTE MUSIK Sa. | 22. Mai | 20.00 Uhr | Amthof Saraband Consort (England) „Un banquet merveilleux” Bezaubernde Musik des französischen Barocks Benjamin Bayl: Cembalo (Leitung) Alexandra Kidgell: Sopran Sarah Moffatt: Violine Georgia Browne: Traversflöte Henrik Persson: Viola da Gamba |
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„Un banquet merveilleux” Das Saraband Consort präsentiert einen Abend betörender französischer Barockmusik mit Kantaten für Solo-Sopran und Instrumentalbegleitung und Suiten sowohl von französischen Komponisten, wie von solchen, die danach trachteten, den populären französischen Stil zu übernehmen. Die Instrumentalwerke zeigen eine große Vielfalt von Musikstilen: Die zwei Balletsuiten von Muffat sind von einem deutschen Komponisten geschrieben, der berauscht war von den französischen Tanzstilen. Diese Werke sind eine Hommage an Lully und Rameau mit ihren vielfach variierten Rhythmen, Harmonien und Schritten. Saraband Consort Das Saraband Consort vereint einen Kern dynamischer Musiker, die historische Musik lebendig machen wollen durch die Aufführung auf Instrumenten jener Zeiten. Gegründet vom Dirigenten Ben Bayl, einem geborenen Australier, der Orgel am King's College in Cambridge studierte, präsentiert das in Großbritannien heimische Ensemble von fünf Musikern, welche ein gemeinsames musikalisches Bewusstsein teilen, das sich aus einer Vielzahl kultureller Hintergründe entwickelt hat. Die Musiker des Saraband Consort reflektieren einen Reichtum an Erfahrung, gesammelt aus den jeweiligen Karrieren als junge Künstler und der Ausbildung in Konservatorien in England, der Schweiz, Deutschland, Spanien, Polen und Norwegen, wie auch durch Studien an den Universitäten in Oxford, Cambridge und Manchester. Zentrales Element der Gruppe ist die Sehnsucht nach musikalischem Ausdruck ohne Kompromisse. |
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ALTE MUSIK | Nachtkonzert Sa. | 22. Mai | 22.00 Uhr | Michaelikirche | Feldkirchen Lorenz Duftschmid (Österreich) „Nachtkonzert für den Sonnenkönig” Gambenmusik vom Hofe Ludwig XIV.
Lorenz Duftschmid: Viola da gamba (Nicolas Bertrand, Paris 1699) „Nachtkonzert für den Sonnenkönig” Lorenz Duftschmid führt uns mit seiner originalen Bassgambe von 1699 in das Goldene Zeitalter der Gambe am Hofe des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. Er interpretiert die schönsten „Chansons“ für Gambe von Louis De Caix d´Hervelois, von Marin Marais – dem Engel der Gambe und von Antoine Forqueray, den seine Zeitgenossen übereinstimmend den „Teufel der Gambe“ nannten. Der Sonnenkönig Louis XIV., wurde als Förderer, Beschützer und Protecteur des Muses gefeiert. Er liebte das Schauspiel, den Tanz und die Basse de Viole, wie die Gambe in seinem Umfeld genannt wurde. Sein Musicien de La Chambre Royale auf diesem Instrument, Marin Marais wurde oft spät abends gerufen, wenn die königlichen Augen und Ohren nicht schlafen konnten und Unterhaltung wünschten. Abwechselnd mit den anderen großen Musikern der barocken Grande Nation erzählte er dann, an der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit, musikalische Geschichten. Von der Macht der Träume, vom fernen Orient, und von den Folies, jenem wahrhaft verrückten Thema, das bereits einen weiten Weg von den staubigen Gassen Portugals über die Höfe Spanien bis zum Sonnenkönig in Versailles hinter sich hatte.
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Lorenz Duftschmid Lorenz Duftschmid hatte schon sehr früh die Möglichkeit, von den großen Meistern der Gambe Unterricht zu erhalten. Bereits während seiner Studienzeit an der Schola Cantorum in Basel stand der Künstler mit diesen gemeinsam auf den wichtigsten Bühnen dieser Welt. Im Alter von 25 Jahren folgte Lorenz Duftschmid der Berufung an die Universität für Musik nach Graz und übernahm als musikalischer Leiter die Verantwortung für zwei florierende Festivals, Internationale Woche der Alten Musik, Krieglach, sowie Internationale Kammermusiktage für Alte Musik, Raumberg. Heute ist Lorenz Duftschmid Professor für Viola da gamba an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen/D, gefeierter Gambenvirtuose, passionierter Forscher in Sachen Musik sowie gefragter Ensembleleiter und Dirigent. "Denn das schöne Spiel schöner Musik allein genügt nicht. Die Töne zwischen den Zeilen machen erst eine Interpretation auf höchstem Niveau aus. Auf diesen Tönen zur Seele der Kunst zu reisen, das ist das erklärte Ziel. Denn ein offenes Ohr kann dem Herzen neue Wege bereiten zur Resonanz im Geist". |
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ALTE MUSIK So. | 23. Mai | 20.00 Uhr | Amthof Joglaresa (England) „Dancing in Tetuán” Jüdisch-arabische Tanzlieder, sephardische Hochzeitslieder, Berber Rhythmen und maurische Romanzen Belinda Sykes: Gesang (Leitung) Tim Garside: Perkussion, Nay Jean Kelly: Harfe, Fiedel Stuart Hall: Oud, Fiedel, Kemence Paul Clarvis: Schlagwerk
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„Dancing in Tetuán” Das Programm „Tanz in Tetuán”, einer marokkanischen Stadt am Mittelmeer, verbindet jüdisch-arabische Tanzlieder, sephardische Hochzeitslieder, Berber-Rhythmen und maurische Romanzen mit der aufregenden, scharfen Würze von Andalusien und dem Maghreb. Joglaresa hat einen Klang, der zugleich traditionell und zeitgenössisch ist – eine Kombination von berauschenden Elementen des Mittleren Ostens, 'Latin' und keltischen Elementen. Mit Flamencogitarre, Oud, Darabuka, Bendir, Cláirseach und glühendem Gesang verschmelzen sie einen Gesamtklang, der sowohl extrovertiert und persönlich ist. Mit dem Programm “Dancing in Tetuán” präsentieren die Musiker Lieder von Rabbi Jehuda Halevi von Tudela (aus dem Jahr 1146), von Moses Ibn Esra von Granada (1140), Solomon Ibn Gabirol von Saragossa (1058) und Todros Abulafia aus Kastilien (1306) - viele dieser Lieder überlebten in heutigen klanglichen Traditionen und in weit verstreuten Orten, wie Tanger, Sarajevo und Kalkutta. Joglaresa Geleitet von Belinda Sykes spielt das Ensemble Joglaresa mit Standort London seit 1990 mit Musikern aus England,Israel, Irland und Arabien. Inzwischen etabliert, sind sie vorallem bekannt für ihre Art mit Engagement undTranszendenz die Grenzen der Alten Musik ständig zu erweitern.Sie waren das erste Mittelalter-Ensemble, welches einProgramm, gewidmet Maria Magdalena, präsentierte, undsie waren Pioniere, mittelalterliche arabische und jüdischeTexte zu kombinieren mit bekannteren Stücken derIberischen Halbinsel und der Kreuzzüge. Ihre Arbeit fokussiertin der Verbindung alter und traditioneller Musik, abernicht als Fusion zu einer surrealen Mixtur, sondern mit demZiel, Erfahrungen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu einem homogenen Klangbild zusammenzuführen. Die Mitglieder von Joglaresa verbrachten Jahre in Nordafrika und dem Mittleren Osten, um die traditionellen Melodien und die Sprachen zu lernen und sogar einzuheiraten! Ihre Auftritte führen sie unter anderem nach London, Yemen, Istanbul, Amsterdam sowie nach Deutschland, Belgien, Italien und Holland und die ganze Welt . . . |
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kultur forum amthof, c./o. Rathaus Hauptplatz 5, 9560 Feldkirchen, Tel: ++43 (676) 719 22 50 (vormittags) |
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