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Das Literaturteam des kfa lädt alle Leseratten und Bücherwürmer zum Literatur-Stammtisch an jedem 3. Montag im Monat ein, um miteinander über Literatur zu plaudern, Büchertipps auszutauschen und Anregungen zu sammeln. In regelmäßigen Abständen haben wir Autoren, Verleger und Literaturkritiker zu Gast, um so den direkten Dialog zwischen Lesern und Büchermachern zu sichern.

Anmeldung nicht erforderlich, einfach vorbeikommen und mitmachen!



Veranstaltungsübersicht


 

Literatur-Stammtisch am 24. April 2017

18 Uhr im Amthof-Cafe

 

Ein Mann steigt auf einen Berg. Dort in der Einsamkeit des Gipfels, will er seine Lebensgeschichte schreiben. Ungefähr zehn Stunden hat er dafür Zeit. Und dann?
Der Roman >Am Rand< des österreichischen Schriftstellers Hans Platzgumer wirft viele Fragen zum Thema Leben und Tod auf.  Wir werden versuchen, einige davon gemeinsam zu beantworten.

 

Klappentext
Schon immer lagen der Tod und das Glück für Gerold Ebner nah beieinander. Als Kind hat er seinen ersten Toten gesehen. Friedlich entschlafen vor dem Fernseher. Später hat er zwei Menschen eigenhändig den Tod gebracht. Er konnte nicht mehr mitansehen, wie der Großvater die Mutter terrorisierte und erlöste den besten Freund von seinem Leiden, weil dieser ihn darum gebeten hat.
Doch ist er damit zum Mörder geworden? Oder hat er nur konsequent den Menschen, die ihm nahestanden, geholfen? Noch einmal entscheidet  sich Gerold gegen das Gesetz und findet so sein eigenes Glück, das ihm der Tod wieder nimmt ...
Mit beeindruckender Klarheit, konzentriert und fesselnd bis zum Schluss schildert der Ich-Erzähler in Hans Platzgumers Roman die Ereignisse, die ihn an den Rand eines Felsens geführt haben.

 

Über den Autor
Hans Platzgumer, geboren 1969 in Innsbruck, lebt in Bregenz. Er studierte an der Musikhochschule in Wien, absolvierte ein Filmmusik-Studium in Los Angeles und veröffentlichte in unterschiedlichen Formationen elektronische Musik. Er schreibt Romane, Hörspiele, Opern, Theatermusik und Essays. 2012 erschien von ihm die Novelle  Trans-Maghreb und 2014 der Roman Korridorwelt.

 


 

Literarisches Quintett am 28. April 2017

20.00 Uhr im Amthof Feldkirchen

 

Mit Die große Heimkehr von Anna Kim .

In ihrem neuen Roman >Die große Heimkehr< stellt die Autorin Anna Kim den Teilungsprozess der Halbinsel Korea literarisch in den Mittelpunkt. Der Roman ist Spionagegeschichte, historischer und politischer Roman in einem. Zur Diskussion steht auch die Frage, was bedeutet Heimat ?
„Ein Muss-Buch zur Zeit“ nannte Werner Krause in der Kleinen Zeitung vom 16.2.2017 dieses Werk. Ob das so ist, wird das Literarische Quintett, gemeinsam mit dem Publikum versuchen herauszufinden.

 

Klappentext
Seoul im April 1960. Johnny Kim, seine Geliebte Eve Moon und sein bester Freund aus Kindertagen Yunho Kang sind auf der Flucht vor der berüchtigten Nord- West-Jugend, einer antikommunistischen, paramilitärischen Schlägertruppe im Dienst der Regierung Südkoreas. Diese steht kurz vor dem Zusammenbruch, seit Wochen geht die Bevölkerung gegen den autokratischen Präsidenten Rhee auf die Straße. Gemeinsam wagen Johnny, Eve und Yunho die illegale Überfahrt nach Japan und finden Unterschlupf und Arbeit im koreanischen Viertel Osakas. Doch schon bald werden sie von ihrer Vergangenheit eingeholt: Ein Mädchen ist verschwunden, und der Verdacht fällt auf Johnny ...
Spionagegeschichte, politischer und historischer Roman in einem, handelt  Die große Heimkehr von Freundschaft, Loyalität und Verrat, vom unmöglichen Leben in einer Diktatur. Das Buch erzählt von den Folgen der Teilung der koreanischen Halbinsel und von den Anfängen des heutigen Nordkorea, als die Gewaltherrschaft Kim II Sungs noch in den Kinderschuhen steckte. Und es stellt sich der Frage: Wem gehört Geschichte? Den Siegern, die Archive verschließen und Dokumente schwärzen? Oder dem Einzelnen, der seine Erfahrungen von Verlust und Verlorenheit an andere weitergibt. Verlierer wie er selbst?

 

Über die Autorin
Anna Kim wurde 1977 in Südkorea geboren. 1979 zog die Familie nach Deutschland und schließlich weiter nach Wien, wo die Autorin seit 1984 lebt. 2004 erschien ihr erstes Buch Die Bilderspur. Seither veröffentlicht sie Romane und Essays,  Die gefrorene Zeit,  (2008) , Anatomie einer Nacht (2012).